Geschichte


Geschichte des Schlossgut Kühbach

Kupferstich

Kupferstich von Michael Wening, Kloster Kühbach 1701

 

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Im Kloster Kühbach, das vor 1000 Jahren gegründet wurde, brauten die Benediktinerinnen bereits im Mittelalter den goldenen Gerstensaft.

Die frühe Bedeutung des Klosters kann man einerseits an der Größe des Grundbesitzes mit 70 Höfen, sieben Hufen, viel Lehen, 85 Sölden und Hofstätten, sowie fünf Mühlen ersehen. Andererseits zeigte sich diese an der großen Zahl von Nonnen aus adeligem Stand.

 

 

 

 

1516

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Der Kreuzgang erinnert an die Zeit als Kloster

Ein Meilenstein für die Braukunst. Herzog Wilhelm IV von Bayern erlässt das bayerische Reinheitsgebot. Es soll von nun an nur noch mit Gerste, Hopfen und Wasser gebraut werden. Damit begründete er den Weltruf des bayerischen Bieres und somit auch des Kühbacher Bieres.

1803  

Das Kloster Kühbach wird säkularisiert und sämtliche Ländereien und Besitztümer gingen in den Besitz des bayerischen Staats über.

 

 

1839

Das Schloss Kühbach geht neben dem Jagdschloss in Rapperzell und dem Wasserschloss in Unterwittelsbach in den Besitz von Herzog Max in Bayern über. Seine Tochter, die berühmte spätere Kaiserin Sissi, verbrachte häufig ihre Ferien im Wasserschloss.

1841   

Herzog Max erbaut ein neues Brauhaus.

Gressoneyer Tal

Ansicht Gressoney St. Jean, Aostatal, kolorierter Kupferstich 1880

1862     

Joseph Anton Freiherr von Beck-Peccoz erwarb von Herzog Max das Schlossgut Kühbach.Teile der Walser Familie Beck-Peccoz, welche ursprünglich aus dem Norden kommend, sich in Italien niedergelassen hatte, zogen im 18. Jahrhundert zurück nach Süddeutschland. Zunächst brachten sie als Händler Waren aus dem Süden nach Bayern.

Später wurden sie professionelle Kaufleute und hielten in der ersten Industrialisierungsphase Fabriken in Pasing und Augsburg, wo sich die Familie in der Folge niederlies. Das Schlossgut Kühbach diente zunächst als Sommerresidenz und später als Stammsitz der Familie.

 

 

 

Schloss

Schloss Kühbach, Hauptfassade

Festsaal

Der 1888 erbaute Festsaal wir zu feierlichen Anlässen genutzt

 

 

 

 

 

 

 

 

Obwohl das Gut vor allem für sein Bier bekannt ist, ist es viel mehr als nur eine Brauerei: Das Schlossgut Kühbach ist eines der letzten in Altbayern verbliebenen klassischen Gutsbetriebe in denen neben der Brauerei auch die Land- und Forstwirtschaft selbst bewirtschaftet werden.