Fernwärme

Um die Abwärme der Biogasanlage nutzen zu können, wurde im Sommer 2006 über eine Strecke von 1,5 km ein Fernwärmenetz bis in die Ortsmitte von Kühbach gebaut. Die Inbetriebnahme erfolgte im Oktober 2006. Dabei wurden die gesamten Liegenschaften des Schlossguts Kühbach, insbesondere das Schloss, die Brauerei und das Leyden-Geschäftshaus am Marktplatz. Auch wurden etliche gewerbliche und private Dritte sowie öffentliche Gebäude, vor allem das Rathaus und der Bauhof, an das Netz angeschlossen.
2007 wurde das Wärmenetz bis zum Feuerwehrgebäude hin erweitert. 2008 folgte dann der Anschluss einer ganzen Reihe größerer Wärmeabnehmer, insbesondere der Schule, des Pfarrer-Knaus-Heimes, des Pfarrhofes und des Kindergartens sowie eines neu errichteter Supermarktes. Dabei konnten auch weitere auf der Strecke liegende Wärmeabnehmer an die Versorgung angebunden werden.
Zwischenzeitlich hat das Wärmenetz eine Länge von über 4 km, wobei so gut wie alle größeren Wärmeabnehmer des Ortes als Kunden gewonnen werden konnten. Dabei werden jährlich über 500.000 l Heizöl durch Wärme aus regenerativen Quellen ersetzt.
In den kommenden Jahren sollen, soweit es die Kapazität des Systems zulässt, die Anbindung von Gewerbebetrieben und die Erschließung von Straßenzügen zu Privathaushalten hin folgen.
Ein wichtiger Schritt für die hierzu erforderliche Leistungssteigerung war im Winter 2011/2012 die Erweiterung der Biogasanlage um ein weiteres BHKW mit einer Spitze von 390 kW, wodurch nunmehr eine elektrische Leistung von rund 1.000 kW (und eine sogar noch größere thermische Leistung) zur Verfügung steht.